Recycling

Fundament 

Die Fundamente moderner On-shore-Windkraftanlagen bestehen meist fast ausschließlich aus Stahlbeton. Diese Fundamente haben bei Anlagen, wie sie im Röschenwald geplant sind, Ausmaße von 20-30 Metern im Durchmesser und gehen meist mehrere Meter hinab ins Erdreich. Neben dem Abriss der Fundamente, der sich meist sehr aufwändig gestaltet und daher oft nur teilweise ausgeführt wird, findet sich eine weitere Problematik in der Verwertung der Abbruchreste. Ist der Beton einmal erhärtet, so kann dieser nicht mehr in seine ursprünglichen Bestandteile zersetzt werden. In der Praxis wird Betonabbruch daher meist zerkleinert und als sogenanntes "Beton-Recycling" als Schotter oder Granulat verwendet. Dieses Material weist im Vergleich zu den Ausgangsmaterialien der Betonherstellung stark verschlechterte physikalische Eigenschaften auf.  

Rotorblätter

In den Rotorblättern sorgt ein Verbundwerkstoff, der hauptsächlich aus Glasfasern und Epoxidharz besteht, für ausreichende Festigkeiten. Die dabei entstehende Struktur wird allgemein als "GFK" bezeichnet. Die Deponierung dieses Werkstoffes ist seit 2005 in Deutschland verboten. Aus diesem Grund werden Rotorblätter im Regelfall zerkleinert und dienen als Brennstoff in der Zementindustrie sowie in Müllverbrennungsanlagen. Da die Verbrennung des Glasfaserverbundwerkstoffs die Verbrennungsanlagen sowie die Abgasfilter ungemein belasten können nur kleine Mengen des Werkstoffes zur Gesamtverbrennung beigemischt werden. 

Generator

Der Generator wird benötigt um die rotatorische Energie in Strom umzuformen und ist somit das eigentliche "Herz" der Anlage. Der Generatortyp, der aktuell für den Einsatz im Röschenwald geplant ist, ist eine permanenterregte Synchronmaschine. Für diese Typen von E-Maschinen werden große Mengen Neodymmagnete benötigt. Leider wird das Material Neodym in den wenigsten Fällen recycelt, da dies im Vergleich zur Gewinnung von neuem Neodym aus seltenen Erden ökonomisch nicht rentabel ist. 

Turm und sonstige Stahlbauteile

Die Türme vieler Anlagen bestehen aus massiven Stahlkonstruktionen. Stahl bietet den Vorteil, dass er zu einem sehr hohen Grad wiederaufbereitet werden kann. Jedoch werden für das Recycling der Stahlbauteile sehr hohe Mengen an thermischer Energie benötigt um die Bauteile aufzuschmelzen. Neben dem Energiebedarf für die Wiederaufbereitung der Stahlkonstruktionen muss erwähnt werden, dass für die Produktion von neuen Windkraftanlagen gigantische Mengen der Rohstoffe für die Stahlproduktion benötigt werden.