Schallimmission

"Windkraftanlagen sind Energiewandler, die durch Umwandlung der Bewegungsenergie
des Windes in Rotationsenergie mit Hilfe eines Generators elektrische Energie erzeugen
können. Dabei kann dem anströmenden Wind maximal 59% seiner Leistung im Sinne der
Energieerzeugung entzogen werden (Betz´sches Gesetz). Moderne Windkraftanlagen
erreichen derzeit einen Leistungsbeiwert von 40%. Der nicht nutzbare Energieanteil des
Windes (theoretisch mindestens 41%, praktisch derzeit 60%) findet sich in Form von
Druckwellen durch Turbulenzen wieder. Druckwellen sind nichts anderes als Schall. Eine
Windkraftanlage produziert also mehr Schall als Strom.

 

Während mechanische Geräuschursachen verhältnismäßig unbedeutend geworden sind,
enthalten Schallemissionen von Windkraftanlagen heute fast ausschließlich
Lärmkomponenten aerodynamischen Ursprungs.

[Quelle: AEFIS ArztefürImmissionsschutz.de]


Mit der angestrebten Zunahme der Anlagengröße (Repowering) werden neben der
Turmhöhe auch die Rotorradien vergrößert. Mittlerweile hat dadurch eine moderne
Windkraftanlage die doppelte Spannweite eines Jumbojets erreicht. Die Eigenfrequenz
der Rotorblätter liegt mit unterhalb 16Hz im nicht hörbaren Infraschallbereich. Die
Rotorspitzen bewegen sich mit bis zu 400km/h auf einer Kreisbahn. Dabei breiten sich
wie bei einem Jumbojet Wirbelschleppen in Lee-Richtung aus. Die Vergrößerung der
Anlagen hat sowohl stärkere als auch zunehmend niederfrequente Schallemissionen zur
Folge."